Eine begehbare Dusche sieht nicht nur luxuriös aus. Sie ist auch eine gute Investition für den Alter. Mit den richtigen Schritten und Tipps lässt sich eine begehbare Dusche einfach selbst bauen.
Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt Ihre Traumdusche planen und umsetzen können. Von der Entfernung der Altdusche bis hin zur sorgfältigen Abdichtung und Verlegung der Fliesen.
Wichtige Erkenntnisse
- Eine bodenebene Dusche erfordert eine Aufbauhöhe von mindestens 7 cm für den Untergrund.
- Die Mindestfläche für eine barrierefreie Dusche sollte 120 cm² bis 180 cm² betragen.
- Der Einbau einer bodengleichen Dusche umfasst 13 Schritte.
- Beim Entfernen alter Duschfliesen sind Schutzmaßnahmen wie Handschuhe und Schutzbrille wichtig.
- Für den Ausschnitt der begehbaren Dusche sind etwa 13 cm Ausgrabungstiefe für den Ablauf erforderlich.
Vorteile einer begehbaren Dusche
Begehbare Duschen haben ein modernes Design. Sie sind bequem und barrierefrei. Der ebenerdige Einstieg senkt das Sturzrisiko, was im Alter hilfreich ist. Sie bieten einen einfachen Zugang zur Dusche.
Barrierefreiheit und Komfort
Begehbare Duschen sind barrierefrei. Das ist gut für Senioren oder Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Der stufenlose Einstieg macht den Zugang zur Dusche einfacher und verringert das Sturzrisiko.
Diese Duschen bieten mehr Bewegungsfreiheit und Komfort im Bad.
Modernes Design
Begehbare Duschen haben ein zeitgemäßes Design. Sie integrieren sich nahtlos in den Bodenbereich. Das schafft ein elegantes Badezimmerbild.
Es gibt viele Gestaltungsmöglichkeiten. Von großen Fliesen bis zu stilvollen Ablaufrinnen.
Vorteile | Nachteile |
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Begehbare Duschen haben viele Vorteile. Sie sind eine gute Wahl für Badezimmermodernisierungen. Ihr Design und der einfache Zugang überzeugen in Optik und Funktionalität.
Planung und Vorbereitung
Beim Einbau einer bodengleichen Dusche gibt es wichtige Punkte zu beachten. Zuerst muss man die Aufbauhöhe bestimmen. Man braucht mindestens 7 cm, um das Wasser gut ablaufen zu lassen und Stolpern zu verhindern. Manche Systeme brauchen weniger Höhe, weil sie das Wasser selbst abpumpen.
Bestimmung der erforderlichen Aufbauhöhe
Die richtige Höhe ist wichtig für eine sichere Dusche. Die Höhe hängt von der Größe des Raums und dem Boden ab. Eine gute Planung ist daher wichtig.
Auswahl des passenden Duschelements
Es gibt viele Möglichkeiten für Duschelemente. Man kann zementummantelten Hartschaum oder Zement verwenden. Diese Elemente sind einfach zu installieren und haben oft schon das nötige Gefälle. Mehr Infos zu bodengleichen Duschen gibt es hier.
Duschelementtyp | Aufbauhöhe | Gefälle | Einbau |
---|---|---|---|
Zementummantelter Hartschaum | ca. 7 cm | integriert | Auflegen oder Einlassen |
Komplett aus Zement | ca. 7 cm | integriert | Auflegen oder Einlassen |
Aktives Abpumpsystem | geringer als 7 cm | nicht erforderlich | Auflegen oder Einlassen |
Schritt für Schritt: Altdusche entfernen
Bevor du mit dem Einbau einer neuen bodengleichen Dusche beginnst, musst du die alte Duschkabine oder Duschwanne entfernen. Dieser Prozess erfordert Geschick und Vorsicht. Aber mit der richtigen Anleitung ist es einfach.
Zuerst hebst du die Türen aus der Laufschiene. Dann entfernst du mit einem Akkuschrauber die Leisten, die die Duschkabine an der Wand halten. Schließlich schraubst du die Wandschienen ab, um die Kabine vollständig zu lösen.
Nun musst du die Fliesen rund um die Duschwanne vorsichtig abstemmen. Achte darauf, die Oberflächen nicht zu beschädigen. Danach kannst du den Siphon und den Wasserablauf demontieren, damit die Duschwanne komplett herausgenommen werden kann.
Mit etwas Kraft und Geschick hebst du nun die Duschwanne aus ihrer Position. So entfernst du sie vollständig. Nun ist der Weg frei, um mit dem Einbau der neuen bodengleichen Dusche zu beginnen.
Bei dieser Aufgabe ist Vorsicht und Sorgfalt gefragt, um Schäden an Wand und Boden zu vermeiden. Mit der richtigen Herangehensweise lässt sich die alte Dusche problemlos demontieren. So machst du den Weg frei für die neue, bodengleiche Lösung.
Untergrund für die begehbare Dusche vorbereiten
Beim Einbau einer begehbaren Dusche ist die Vorbereitung des Untergrunds entscheidend. Zuerst muss ein Ausschnitt im Estrich gemacht werden. Dieser Ausschnitt wird mit einem Winkelschleifer und Diamantblatt vorsichtig ausgeschachtet. Die Tiefe hängt von der Stärke des Duschelements und der Kleberschicht ab. Im Ablaufbereich ist Platz für den Siphon und die Ablaufgarnitur nötig.
Ausschachten des Estrichs
Experten empfehlen mindestens 1,2 Quadratmeter Fläche für einen begehbaren Duschbereich. Ideal sind 1,6 bis 1,8 Quadratmeter. Das Gefälle sollte zwei Prozent betragen. Der Boden der Dusche muss mindestens 70 Millimeter dick sein.
Prüfung auf Beschädigungen
Nach dem Ausschneiden des Estrichs muss der Untergrund auf Schäden geprüft werden. Löcher in der Entkopplungsmatte müssen verschlossen werden. Nur so funktioniert die Abdichtung später gut. Ein intakter Untergrund ist wichtig für die Installation.
begehbare dusche bauen
Der Einbau einer begehbaren Dusche startet mit der Vorbereitung des Duschelements. Zuerst wird ein Randdämmstreifen an den Wänden befestigt. Dieser sorgt dafür, dass das Element vom Boden und den Wänden getrennt wird. Dann wird Flexkleber auf den Boden und das Duschelement langsam eingesetzt. Der Ablauf wird mit dem Siphon verschraubt, und der Randdämmstreifen wird entfernt, um die Wände abzudichten.
Bei der Installation einer begehbaren Dusche ist ein Gefälle von 2% (2 cm/m) wichtig. Dies sorgt für einen effizienten Wasserabfluss. Linienabläufe bieten eine elegante Lösung und erfüllen hohe Designansprüche.
Bei der Modernisierung älterer Häuser ist Vorsicht geboten. Dünner Estrich oder Balkendecken können Stolperfallen sein. Eine ebenerdige Dusche hat nur 65 mm Höhe, was die Integration erleichtert.
Die Kosten für den Einbau einer begehbaren Dusche variieren. Sie hängen von der Demontage der alten Dusche und der Eigenleistung ab. Die Preisspanne liegt zwischen 1.500 und 5.000 Euro. Es gibt verschiedene Systeme wie Zement, Polystyrol oder Acryl/Stahl Duschwannen, die im Altbau funktionieren.
Ein Einbau einer begehbaren Dusche macht das Badezimmer modern und barrierefrei. Mit den richtigen Materialien und Vorbereitungen entsteht eine wasserdichte, funktionale Dusche. Sie erhöht den Wohnkomfort deutlich.
Duschelement einbauen
Bevor man das Duschelement einbauen kann, muss man den Boden vorbereiten. Zuerst trägt man einen Haftgrund auf, damit der Flexkleber gut haftet. Dann befestigt man den Randdämmstreifen an den Wänden, um das Duschelement zu entkoppeln.
Vorbereitung des Untergrundes
Man sollte eine Fläche von mindestens 1,2 Quadratmetern für den Duschbereich haben. Die ideale Größe liegt zwischen 1,6 und 1,8 Quadratmetern. Der Boden muss mindestens 70 Millimeter tief sein, damit der Abfluss funktioniert.
Verlegung des Duschelements
Jetzt kann man das Duschelement einsetzen. Man trägt Flexkleber auf und setzt das Element langsam ein. Das Gefälle muss genau zum Boden ausgerichtet sein. Am Ende entfernt man den Randdämmstreifen, damit die Wände abgedichtet werden können.
Bei einer flachen Duschtasse ist die Montage einfach und günstig. Bei einer Walk-in-Dusche muss man auf sauberen Estrich mit dem richtigen Gefälle achten, damit das Wasser richtig abfließt.
Abdichtung der begehbaren Dusche
Um eine bodengleiche Dusche wasserdicht zu machen, ist Vorsicht wichtig. Zuerst wird Verbundabdichtung auf die Wände aufgetragen. Dann kommt eine Dichtbahn dazu, die mit Verbundabdichtung eingestrichen wird.
Um das Duschelement herum wird auch Verbundabdichtung verwendet. Ein Abdichtband wird verlegt. Am Ende prüft man die Entkopplungsmatte auf Löcher und verschließt diese.
Die DIN 18534 regelt die Abdichtung von Duschbereichen. Seit Juli 2017 gibt es eine neue Norm. Sie sorgt für mehr Sicherheit bei der Abdichtung.
Je nachdem, wie viel Wasser in die Dusche kommt, sind die Anforderungen unterschiedlich. In Privathaushalten, die der Klasse W2-I entsprechen, sind spezielle Dichtschlämmen oder Reaktionsharze nötig. In öffentlichen Duschen mit zusätzlicher Wandbenetzung (Klasse W3-I) sind die Anforderungen strenger.
Moderne Entwässerungssysteme wie die von Dallmer erfüllen die DIN 18534. Sie erleichtern die Abdichtung. Mit dem DallFlex-System lassen sich Abdichtungsbahnen einfach in den Bodenablauf integrieren. Auch vorgefertigte Duschelemente mit eingebauter Neigung helfen dabei.
Verlegen der Duschwandfliesen
Bei der Planung einer begehbaren Dusche ist die Wahl der Fliesen sehr wichtig. Es ist ratsam, rutschfeste und feuchtigkeitsbeständige Materialien zu wählen. Feinsteinzeug oder Naturstein sind gute Optionen. Sie sehen nicht nur gut aus, sondern sind auch sicher und einfach zu pflegen.
Auswahl der geeigneten Fliesen
Bei der Auswahl der Fliesen ist Rutschsicherheit entscheidend. Fliesen mit R9 bis R13 sind am besten. Feuchtigkeitsbeständigkeit hilft, Schimmel zu verhindern.
Vorbereitung des Mörtelbetts
Bevor man mit dem Verlegen beginnt, muss der Mörtel bereitet werden. Ein flexibler Kleber wird aufgetragen. Dann können die Fliesen sicher verlegt werden.
Fliesenart | Eigenschaften | Empfehlung für die Dusche |
---|---|---|
Steinzeugfliesen | Hohe Robustheit, geringe Wasseraufnahme | Sehr geeignet |
Steingutfliesen | Mittlere Wasseraufnahme, vielfältige Optik | Gut geeignet |
Keramikfliesen | Hohe Hygiene, einfache Reinigung | Optimal für den Duschbereich |
„Für eine bodengleiche Dusche muss ein größerer Bereich gefliest werden, da der gesamte Duschbereich barrierefrei gestaltet sein sollte.“
Die richtige Wahl und fachgerechte Verlegung der Fliesen sind wichtig. Rutschfeste, feuchtigkeitsbeständige und pflegeleichte Materialien sorgen für Sicherheit und Stil.
Einbau von Duschrinne oder Ablauf
Es gibt viele Möglichkeiten, Wasser in der Dusche abzuleiten. Man kann einen Punktablauf wählen oder eine Duschrinne am Rand oder Wand. Diese Rinnen sind leicht geneigt, so dass sie in die Wand integriert werden können. Der Ablauf muss groß genug sein, um alle Wasser zu fassen.
Beim Ablaufsystem gibt es ein paar Dinge zu beachten:
- Trend: Bodengleiche Duschen mit Duschrinnen sind jetzt sehr beliebt.
- Design: Mit Geflieste Duschen kann man die Dusche individuell gestalten.
- Sicherheit: Die Bodenfliesen müssen R10 oder R11 Rutschhemmklassen haben.
- Kompatibilität: Die Duschrinne muss zum Duschsystem passen.
- Installation: Man braucht ein Gefälle von 0,5 bis 1,5 Prozent für die Installation.
- Anleitung: Die Anleitung für die Installation hängt vom Modell ab.
- Vorbereitung: Man muss die Arbeitsfläche reinigen und Schalldämmstreifen anbringen.
- Dichtheitsprüfung: Eine Wassertestung ist wichtig, um die Dichtheit zu prüfen.
- Bodenbelag: Der Boden muss mit Versiegelung und Abdichtung gefliest werden.
- Fertigstellung: Nach dem Fliesen kommt die Abdeckung des Ablaufs, um alles fertig zu machen.
Wenn man eine bodengleiche Dusche mit Ablauf plant und umsetzt, kann man ein modernes und komfortables Badezimmer schaffen. Es ist auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität gut geeignet.
Fazit
Mit der richtigen Planung und Ausführung lässt sich eine begehbare Dusche einfach selbst bauen. Sie verleiht dem Badezimmer einen modernen, barrierefreien Look. Die Vorteile einer bodengleichen Dusche sind groß – von Sicherheit im Alter bis zum eleganten Design.
Durch den Einbau einer bodengleichen Dusche entsteht ein modernes und barrierefreies Badezimmer. Es ist nicht nur praktisch, sondern auch optisch ansprechend. Mit etwas Geschick und den richtigen Informationen können Sie als Heimwerker Ihre perfekte Dusche selbst installieren und sparen dabei Kosten.
Gehen Sie mit der richtigen Vorbereitung und Planung an das Projekt heran. Dann steht Ihrem neuen, begehbaren Duschvergnügen nichts mehr im Wege. So schaffen Sie sich Ihren persönlichen Rückzugsort im Badezimmer, der Ihren Wohnstil perfekt widerspiegelt.